Asthma – Hilfe & Informationen

Herzlich Willkommen auf unseren Asthma Informationsportal

Hier möchten wir Ihnen viele ausführliche Informationen rund um die Asthma Erkrankung vermitteln. Sie können oben in der Navigation die für Sie relevante Themen auswählen.

Schnell erklärt: Von Asthma spricht man bei einer Erkrankung der Atemwege, bei der das normale Atmen durch immer wiederkehrende Symptome erschwert wird.

Vereinfacht dargestellt sieht das ganze wie folgt aus:

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Asthma Themen im Überblick:

diagnose» Wie erkennt man Asthma? (Diagnose) symptome» Auswirkungen von Asthma (Symptome)
ursachen» Was sind Auslöser für Asthma? (Ursachen) behandlung» Wie behandelt man Asthma? (Behandlung)
allergie» Gibt es allergisches Asthma? husten» Was hilft gegen Hustenanfälle?
urlaub» Alltag und Urlaub mit Asthma? sport» Darf man mit Asthma Sport betreiben?
asthma» Unterschiede von Asthma, COPD und Alveolitis? natuerlich» Kann ich Asthma auch natürlich behandeln?
hilfe» Wie können Inhalatoren helfen? inhalatoren» Welche Asthma Spray’s gibt es?

Asthma in Zahlen:

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Doch was ist Asthma eigentlich?

Asthma ist eine chronische Erkrankung der Atemwege, die das normale Atmen erschwert oder sogar verhindern kann. Personen mit einer entsprechenden Veranlagung leiden unter dauerhafter Überempfindlichkeit und wiederkehrender Atemnot, aufgrund einer Verengung ihrer Atemwege.

Verursacht wird die Verengung durch eine vermehrte Sekretion von Schleim, die Bildung von Ödemen der Bronchialschleimhaut sowie die Verkrampfung von der Bronchialmuskulatur. Die entzündliche Erkrankung beginnt in der Regel bereits im Kindesalter und kann nicht vollständig geheilt werden. Allerdings können die Symptome meistens sehr gut behandelt werden, sodass ein Leben ohne Einschränkungen möglich ist.


 

Wie kommt es zu einem Asthmaanfall?

asthma-frauEin gesunder Mensch atmet täglich ca. 20.000 Mal ein und aus. Bei jedem dieser Atemzüge gelangen feine Tröpfchen, Krankheitskeime, reizende Schadstoffe und Staubpartikel in die Atemwege. Davor schützt sich der Atemtrakt durch die Schleimhaut, auf deren Oberfläche viele Flimmerhärchen, die sogenannten Flimmerepithelien, sitzen.

Bei einem Asthmatiker sind die unteren Atemwege ständig überreizt und sie reagieren gegen die eigentlich harmlosen Einwirkungen mit einer kontinuierlichen Entzündungs- und Abwehrbereitschaft. Dabei verengen sich die Bronchiolen und Bronchien krampfartig, die Funktion des Flimmerepithels wird beeinträchtigt und häufig entsteht auch übermäßig viel zähflüssiger Schleim, der nur schwer abgehustet werden kann. Folglich wird der Durchmesser der Bronchien verringert, wodurch das Ausatmen eingeschränkt wird.

Da die Luft nicht vollständig ausdringen kann, sammelt sie sich in der Lunge an und bläht diese auf. Somit ist nicht mehr genügend Platz für die zuströmende Atemluft vorhanden und auch das Einatmen wird immer mühsamer. Nun verstärkt der Körper die bereits überlastete Atemmuskulatur, um die fehlerhafte Funktion auszugleichen. Dadurch wird das Gefühl der Beengung intensiviert und die Atemnot weiter verschärft.


 

Die Symptome – So äußert sich Asthma

Die Symptome von Asthma reichen von leichtem Husten bis hin zu schweren Anfällen mit Bewusstlosigkeit. Die meisten Patienten leiden unter einem Reizhusten, empfinden Schmerzen in der Brust und ein Gefühl der Enge. Auch Geräusche beim Ausatmen und eine ansteigende Atemfrequenz zählen zu den typischen Symptomen. Ist die Erkrankung fortgeschritten, kommt es häufig nachts und morgens zu akuten Beschwerden und auch die Herzfrequenz kann ansteigen.

Der Schweregrad der Erkrankung kann zusätzlich zu den Symptomen mit dem sogenannten Peak-Flow-Wert bestimmt werden, der zur Messung bei einer Prüfung der Lungenfunktion eingesetzt wird.


 

Die Schweregrade von Asthma

Asthma wird in vier Schweregrade eingeteilt, wobei Asthma der Stufe 4 die schwerste Form darstellt. Bei der Einteilung spielen die Schwere und Häufigkeit der Beschwerden sowie die Funktion der Lunge eine Rolle.

  • Schweregrad 1: Mit Unterbrechungen wiederkehrende Beschwerden, die seltener als einmal die Woche auftreten. Die Phasen der Verschlimmerung sind kurz und nächtliche Beschwerden treten maximal zweimal im Monat auf.
  • Schweregrad 2: Geringgradig andauernde Beschwerden, die maximal einmal täglich aber häufiger als einmal wöchentlich auftreten. Die nächtlichen Beschwerden treten nicht häufiger als zwei- bis dreimal im Monat auf. Die körperliche Aktivität ist beeinträchtigt und die Symptome verschlimmern sich beim Schlafen.
  • Schweregrad 3: Mittelgradig andauernde Beschwerden, die täglich sowie einmal die Woche nächtlich auftreten. Die körperliche Aktivität ist beeinträchtigt und die Symptome verschlimmern sich beim Schlafen.
  • Schweregrad 4: Schwergradig und andauernde Beschwerden, die täglich und auch häufig in der Nacht auftreten. Die körperliche Aktivität ist beeinträchtigt und die Symptome verschlimmern sich beim Schlafen.

 

Epidemiologie – Verbreitung und Häufigkeit

Weltweit leiden ca. 300 Millionen Menschen unter der Krankheit und die Zahl der Erkrankungen ist in den letzten Jahren wesentlich angestiegen. In Deutschland sind etwa 5 % der Erwachsenen und 7 bis 10 % der Kinder betroffen. Die Aussagen zum Vorkommen der Erkrankung unterscheiden sich allerdings, da die Diagnose schwer ist und der Krankheitsverlauf untypisch sein kann. Experten vermuten daher, dass die Dunkelziffer der Asthma-Erkrankungen sehr hoch ist. Dennoch gilt Asthma als die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter und die meisten Betroffenen leiden bereits ab der Geburt darunter.

Der Einfluss auf die Prävalenz ist unterdessen ungeklärt. Es gibt also keine erhöhte Anzahl an Erkrankungen aufgrund von Industrialisierung, Armut, Schadstoffbelastung oder sonstigen Umweltbedingungen. Allerdings zeigen weltweite Vergleiche, dass die Erkrankung am häufigsten in Schottland, England und Australien vorkommt. In Südostasien sowie dem Pazifik leiden hingegen besonders wenige Menschen unter Asthma.


 

Formen und Ursachen

Bei allen Arten von Asthma reagiert die Lunge überempfindlich auf äußere Reize. Unterschieden wird zwischen nicht-allergischem und allergischem Asthma. Zudem wird die Erkrankung in Schweregrade unterteilt.

Das allergische Asthma

allergie-asthmaAllergisches Asthma oder auch extrinsisches Asthma ist mit ca. 70 % die häufigste Form dieser Erkrankung. Wie alle Allergien wird es durch eine übersteigerte Abwehrreaktion des Immunsystems gegen bestimmte Substanzen hervorgerufen. Bei diesen handelt es sich um eigentlich harmlose Stoffe wie etwa Tierhaare, Schimmelpilzsporen, Hausmilbenkot, Pflanzenpollen oder gar berufsspezifische Asthma-Allergene wie zum Beispiel Holzstaub, Getreide oder Klebstoffe. Sind Pflanzenpollen die Ursache, handelt es sich um saisonales Asthma, welches sehr oft erblich bedingt ist. Das charakteristische Merkmal von allergischem Asthma ist eine Frühreaktion vom Immunsystem, die zu einer vermehrten Immunglobulin E – Bildung führt.

 

Das nicht-allergische Asthma

Auch das nicht-allergische oder intrinsische Asthma ist auf eine Abwehrreaktion des Körpers zurückzuführen. Allerdings wird diese nicht von einem Allergen hervorgerufen und es kommt selten zu einer allergischen Erstreaktion. Nicht-allergisches Asthma entwickelt sich fast immer erst im Erwachsenenalter, infolge einer Infektion der Atemwege, durch Arzneimittel oder aufgrund von psychogenen Faktoren. Bei dieser Asthma-Form handelt er sich meist um eine chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen und der Krankheitsverlauf ist schwerer als bei allergischem Asthma.


 

Diagnose und Behandlung

asthma-behandlungDie Diagnose von Asthma ist oftmals nicht einfach. Wenn ein Verdacht vorliegt, wird nach der Anamnese und der körperlichen Untersuchung des Patienten, auch die Funktion seiner Lunge geprüft. Der Verdacht auf Asthma kann unter anderem mit einer Blutanalyse, der Sputum-Diagnostik und Allergietests bestätigt bzw. widerlegt werden. Auch die Form und der Schweregrad können hierdurch abgeklärt werden.

Asthma kann zwar nicht vollständig geheilt werden, dennoch kann durch eine korrekte Behandlung ein Leben ohne Einschränkungen ermöglicht werden. Das Therapiekonzept ist auf vier Säulen gestützt:

  • Der Einsatz von Medikamenten, um die Beschwerden zu lindern und um den Krankheitsverlauf ursächlich langfristig zu kontrollieren.
  • Triggervermeidung und Allergenkarenz – Den Kontakt mit dem Auslöser wie etwa Allergenen vermeiden bzw. eingrenzen.
  • Patientenschulungen, die das Krankheitsbild, die Symptome sowie die Krankheitsentwicklung genau erklären, um die Einsicht gegenüber den Therapiemaßnahmen zu fördern.
  • Regelmäßige ärztliche Verlaufskontrollen, die es ermöglichen, die Entwicklung der Beschwerden nachzuvollziehen und somit die Therapie bei Bedarf anzupassen.

Die Medikamente für die Behandlung von Asthma werden grundsätzlich in drei Hauptgruppen unterteilt: Bedarfsmedikamente (Reliever), Dauermedikamente (Controller) und Zusatzmedikamente bei schwerem Asthma.

In den meisten Fällen werden Inhalatoren eingesetzt, da diese direkt an den Bestimmungsort, an dem sie ihre Wirkung entfalten sollen, gelangen und nur in einem geringen Maß im Blutkreislauf landen, wodurch die Nebenwirkungen verringert werden.