Adressen & Hilfe bei Asthma

Adressen und hilfreiche Informationen für Asthmatiker.

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Karte Aktualisiert: 3. April 2020.

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Übersicht
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    Was ist Asthma überhaupt?

    Asthma in Kürze erklärt:
    Asthma ist eine chronische Entzündung in den Atemwegen und in der Lunge. Es hat Atemnot, keuchende Atemgeräusche und einen unangenehmen Druck auf der Brust zur Folge. Bestimmte Reizstoffe verursachen eine Verengung der Bronchien, was die Atmung immens erschwert. Asthmasprays wie Salbutamol bieten eine Linderung der Symptome.

    Die Diagnose von Asthma bronchiale ist nicht immer leicht, da der Krankheitsverlauf von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist. Der Hauptteil der Asthma-Kranken leidet bereits seit der Geburt an der Krankheit, bei den anderen Erkrankten tritt die Krankheit erst im Laufe ihres Lebens auf. 

    Offizielle Asthma Zahlen:QuelleGroße GKV-Analyse Immer mehr Asthmatiker in Deutschland Springer Medizin MMW – Fortschritte der Medizin volume 161, 3 (2019)| doi.org 

    • In Deutschland leiden etwa 5 Prozent der Bevölkerung an Asthma.
    • Bei Jugendlichen liegt diese Zahl sogar bei 7 Prozent.
    • Bei Kindern bei 10 bis 15 Prozent.
    • Mediziner gehen sogar von einer wesentlich höheren Zahl der Asthmafälle aus.

    Anzeichen & Symptome von Asthma

    Bei Asthma reichen die Symptome von leichtem Husten bis hin zu schweren Anfällen. Die meisten betroffenen Patienten leiden unter einem Gefühlt der Enge und Schmerzen in der Brust und sind von einem Reizhusten gequält. Weitere typische Anzeichen für Asthma sind eine ansteigende Frequenz des Atems und Geräusche beim Ausatmen.

    Wenn die Krankheit weiter fortgeschritten ist, leiden die Patienten oft in der Nacht und am Morgen unter akuten Symptomen wie Reizhusten mit Schleim und Atemnot. Zusammen mit der Erhöhung der Atemfrequenz steigert sich auch die Frequenz des Herzschlages.

    Der sogenannte Peak-Flow-Wert, der bei der Messung der Lungenfunktion ermittelt wird, dient neben den eigentlichen Symptomen zur Bestimmung des Schweregrades von Asthma.

    Asthma Aufklärung im Video von Dr. Weigl

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    Stufen der Asthma-Erkrankung

    Bei der Asthma-Erkrankung wird zwischen vier Stufen (Schwere der Erkrankung) unterschieden:

    Asthma Stufe 1

    Die Asthma-Anfälle treten nach Unterbrechungen immer wieder auf. Die Anfälle treten weniger als einmal pro Woche auf.

    Asthma Stufe 2

    Die Anfälle dauern in geringem Umfang an. Sie treten mehrmals wöchentlich aber höchstens einmal am Tag und zwei- bis dreimal im Monat in der Nacht auf.

    Asthma Stufe 3

    Die Anfälle treten andauernd und in mittlerem Umfang auf. Der Patient hat täglich typische Asthma Symptome und öfters einen nächtlichen Asthma-Anfall.

    Asthma Stufe 4

    Die Anfälle treten andauernd und in schwerem Umfang auf. Die Beschwerden sind anhaltend und treten auch in der Nacht sehr häufig auf.

    Symptome nach der Form der Asthma Erkrankung

    Abhängig von der Stärke der Asthma-Anfälle wird ihr Auftreten in vier verschiedene Formen eingeteilt:

    Asthma-Anfall

    Die Symptome steigern sich innerhalb einer kurzen Zeitspanne. Ohne Behandlung kann der Patient schwere Beeinträchtigungen erleiden. Im schlimmsten Fall kann ein Asthma Anfall zum Tod führen.

    Status asthmatikus

    Dabei handelt es sich um einen schweren, anhaltenden Anfall, der länger als 24 Stunden dauert und bei dem der Patient unter hechelnder und beschleunigter Atmung leidet.

    Dauerasthma

    Dabei leidet der Patient unter chronischen Symptome von unterschiedlicher Stärke. Die Symptome können über Monate oder sogar Jahre anhalten.

    Schwere Asthma-Anfälle

    Der Patient leidet unter schwerer Atemnot, die innerhalb weniger Minuten zur Bewusstlosigkeit führen kann. Hierbei gilt es sofort erste Hilfe zu leisten.

    Was sind Ursachen von Asthma bronchiale?

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    Wenn bei einem Patienten erstmals Asthma festgestellt wird, ist es oft schwierig, direkt auch eine Ursache dafür zu finden.

    Bei allergischem Asthma ist oft eine erbliche Veranlagung erkennbar. Dabei löst ein bestimmtes Allergen eine Reizung der Lungen aus und es entstehen chronische Entzündungen, die Husten und Atemnot mit sich bringen.

    Die Experten haben Grund zur Annahme, dass bei Kindern von Müttern, die während der Schwangerschaft geraucht haben, das Risiko an Asthma zu erkranken viel höher ist. Kinder, die in einer besonders geschützten Umgebung aufwachsen und selten den unterschiedlichen Reizstoffen ausgesetzt sind, erkranken ebenfalls deutlich häufiger an Asthma.

    Unter Reizstoffen versteht man Allergene wie Pollen, Rauch, Tierhaare oder Wirkstoffe in Medikamenten. Infektionen der Atemwege oder Nebenwirkungen bestimmter Medikamente können eine Asthma-Erkrankung verursachen. Atemprobleme können auch durch häufigen Kontakt mit giftigen oder aggressiven Substanzen wie Farbstoffen, Lösungsmitteln oder anderen Zusatzstoffen verursacht werden. Daher erkranken bestimmte Berufsgruppen häufiger an Asthma als andere. Zu diesen Risikogruppen gehören unter anderen Bergleute, Bäcker und Maler.

    Bekannte Allergene:

    • Rauch, Staub & Milben
    • Sporen (z. B. Schimmelpilze)
    • gewisse Nahrungsmittel
    • Medikamentenunverträglichkeit
    • Chemikalien & Gifte
    • Berufsallergene (Giftstoffe im Beruf)

    Bekannte Risikogruppen:

    • Virusinfektionen
    • Übergewicht
    • körperliche Belastung (bei Kindern)
    • psychischer Stress
    • Heuschnupfen & Neurodermitis
    • gastroösophagealer Reflux
    • viel Kontakt mit kalter Luft

    Unterschiedliche Formen von Asthma

    Asthma wird in allergisches und nicht-allergisches Asthma unterteilt. Eine weitere Unterteilung erfolgt aufgrund des Schweregrades der Krankheit. Bei allen Asthma-Erkrankungen jedoch reagieren die Lungen bei akuten Anfällen überempfindlich auf Reize von Außen.

    Bronchiale Asthma-Arten können anhand der Auslöser unterschieden werden. In diesen Fällen wird die Erkrankung entweder durch Allergien oder durch Medikamente verursacht.

    Allergische (extrinsisches) Asthma

    • wird häufig durch Allgerne ausgelöst
    • tritt zu bestimmten Jahreszeiten auf
    • kann vererbt werden

    Bei allergischem Asthma, das Mediziner als extrinsisches Asthma bezeichnen, kommt es auf bestimmte Allergene zu einer frühen Reaktion, die zu einer erhöhten Immunglobulin E-Produktion führt. Asthma, das in einer bestimmten Jahreszeit auftritt, gehört zu der Gruppe der allergischen Asthmas. In vielen Fällen wird diese Art der Erkrankung vererbt.

    Das extrinsische Asthma wird durch Allergene ausgelöst. Unter Allergenen versteht man Stoffe, auf die das Immunsystem abwehrend reagiert. Normalerweise sind diese Stoffe für den menschlichen Körper harmlos. Manche Menschen reagieren darauf jedoch überempfindlich.

    Kommen solche überempfindlichen Menschen in Kontakt mit Allergenen, bilden sich in ihrem Organismus IgE-Antikörper gegen diese Substanzen. Diese lassen Entzündungen in den Atemwegen entstehen. 

    Allergene, die typische Auslöser für Asthma Anfälle sind, sind:

    • Pollen
    • Hausstaubmilben
    • Tierhaare
    • Schimmel
    • Staub
    • Nahrungsmittel
    • Rauch
    • Abgase

    Die genetische Veranlagung ist ein Indikator für das Risiko der Familie, an Asthma zu erkranken. Von dieser Art von Asthma sind oft bereits Kinder und Jugendliche betroffen. Daher bezeichnet man es auch als „early onset asthma“.

    Wenn Bedingungen am Arbeitsplatz für das Entstehen von Asthma verantwortlich sind, wird von berufsbedingtem Asthma gesprochen. Der Asthmatiker hat demnach vor allem an seinem Arbeitsplatz Kontakt mit den auslösenden Substanzen.

    Berufe, bei denen das Risiko besteht, Asthma zu bekommen, sind beispielsweise Bäcker oder Frisör. Betroffene sollten die Substanzen, die bei ihnen das Asthma auslösen, so gut wie möglich vermeiden. Im schlimmsten Falle müssen sie darüber nachdenken, in einen anderen Beruf zu wechseln.

    Nicht-allergisches (intrinsisches) Asthma

    Unter nicht-allergischem Asthma, das auch als intrinsisches oder endogenes Asthma bezeichnet wird, versteht man jede Form von Asthmas, die nicht durch allergene Substanzen ausgelöst wird.

    Der Verlauf der Asthmaanfälle bei intrinsischem Asthma ist meist ziemlich schwer. Patienten mit dieser Form des Asthmas leiden unter chronischen Entzündungen der Nasennebenhöhlen, war ihre Atmung erheblich behindert. Vorwiegend Erwachsene leiden unter dieser Form des Asthmas und sie betrifft etwa 30 bis 50 Prozent der erwachsenen Asthma-Patienten.

    Es gibt verschiedene Auslöser für intrinsisches Asthma, wie beispielsweise Infektionen der Atemwege, giftige oder aggressive Stoffe wie Lösungsmittel, kalte Luft, körperliche Anstrengung oder Unverträglichkeiten gegen Medikamente.

    Psychogenes Asthma

    Psychologische Faktoren können einen erheblichen Einfluss auf die Entstehung von Asthma haben. Daher zählt Asthma auch zu den psychosomatischen Krankheiten, den es kann oft ein Zusammenwirken von psychologischen und organischen Ursachen für das Entstehen des Asthmas verantwortlich sein.

    Der Psychoanalytiker und Mediziner Franz Alexander ordnete Asthma bronchiale bereits im Jahr 1950 den sieben psychosomatischen Krankheiten, die die „Holy Seven“ genannt werden zu.

    Er fand heraus, dass starke psychische Belastung und Stress durch die damit verbundene schnellere Atmung, was Hyperventilation genannt wird, einen Asthmaanfall verursachen kann. Es ist jedoch nicht genau erwiesen, welche anderen psychischen Konflikte Einfluss auf eine Asthma-Erkrankung haben.

    Bei den meisten Asthma-Patienten tritt die Krankheit nicht in der einen oder der anderen Form auf. Meist werden Asthma-Anfälle sowohl durch extrinsische als auch intrinsische Ursachen ausgelöst. Vor allem bei erwachsenen Asthma-Patienten tritt meist eine Mischform auf.

    Mischformen

    Bei den meisten Asthma-Patienten tritt die Krankheit nicht in der einen oder der anderen Form auf. Meist werden Asthma-Anfälle sowohl durch extrinsische als auch intrinsische Ursachen ausgelöst. Vor allem bei erwachsenen Asthma-Patienten tritt meist eine Mischform auf.

    Kontrolliertes & Unkontrolliertes Asthma

    Zur Erleichterung der Therapie und zur besseren Kontrolle der Krankheit teilt man Asthma bronchiale nach dem Schweregrad der Erkrankung ein. Dabei wird von 3 unterschiedliche Schweregraden unterschieden.

    • kontrolliertes Asthma
    • teilweise kontrolliertes Asthma
    • unkontrolliertes Asthma

    Für die Einteilung in die verschiedenen Typen beobachtet man, wie oft die Symptome am Tag oder in der Nacht eintreten. Außerdem spielen die Einschränkung der täglichen Aktivitäten, der Einsatz von Behandlungen in Notfall, die Lungenfunktion und die Exazerbation (Verschlechterung der Symptome bei chronischen Erkrankungen) eine Rolle.

    Cough Variant Asthma (CVA)

    Bei dem Cough Variant Asthma (CVA) handelt es sich um eine besondere Form des Asthmas.

    Die betroffenen Patienten haben meist einen chronischen trockenen Husten. Von den sonst für Asthma typischen Symptome wie Atemnot und eine Verengung der Bronchien sind die daran leidenden Patienten nicht betroffen. Durch diese fehlenden Symptome ist es oft schwer CVA als eine Form von Asthma zu diagnostizieren.

    Wenn die Krankheit fortschreitet, kommen bei etwa 30 Prozent der CVA-Patienten die Atemnot jedoch noch hinzu. Die Behandlung von CVA ist die gleiche wie die bei klassischem Asthma.

    Brittle Asthma

    Eine besonders schwere Form von Asthmas bronchiale wird als Brittle Asthma bezeichnet. Bei diesem Krankheitsbild sind die Anfälle besonders schwer und unvorhersehbar.

    Bei Brittle Asthma unterscheidet man zwei Typen:

    Typ 1:

    Bei Typ 1 ist die Atemflussrate (Peak Expiratory Flow Rate, kurz PEFR) anhaltend, chronisch niedrig. Durch die PEFR wird die Weite der Atemwege angegeben. Auch wenn der Patient regelmäßig mit Medikamenten gegen den Typ 1 behandelt wird, kann es zu Anfällen kommen.

    Typ 2:

    Bei Typ 2 treten die Anfälle ohne jegliche Vorwarnung auf und sind so schwer, dass der Patient sogar bewusstlos werden kann. De PEFR sinkt plötzlich sehr stark ab, was zu einem Asthma-Anfall führt.

    Chronisch obstruktive Bronchitis (COPD)

    Bei 20 bis 30 Prozent der Asthma-Patienten entwickelt sich eine chronisch obstruktive Bronchitis (COPD). Dabei handelt es sich ebenfalls um eine chronische Erkrankung der Lunge. Typisch für diese Erkrankung sind Husten und Atemnot, wenn der Patient belastet wird.

    Spätfolgen von Asthma

    Die durch das Asthma entstandene chronische Entzündung der Atemwege kann zu Folgeerkrankungen führen.

    Wenn die medizinische Asthmatherapie richtig eingehalten wird, ist das Risiko von Folgeerkrankungen geringer. Obwohl bei Asthma bronchiale die Bronchien betroffen sind, kann Folgekrankheiten den gesamten Organismus und auch die Psyche betreffen.

    Folgeerkrankungen entstehen nicht nur aufgrund des Asthmas selbst, sondern können auch durch die Nebenwirkungen der Medikamente entstehen.

    Bei Asthma bronchiale ist von einer obstruktiven Erkrankung die Sprache, deren Hauptmerkmal das erschwerte Ausatmen ist. Die Obstruktion der Atemwege kann mit der Zeit chronisch werden. Außerdem kann das erschwerte Ausatmen die Lunge über blähen. Diese Erscheinung wird Lungenemphysem genannt.

    Die Ausweitung der Bronchien aufgrund der Obstruktion, sie sackförmig oder zylindrisch aussehen, werden Bronchiektasen genannt. Bronchiektasen erkannt man an chronischem Husten, der von einem Auswurf aus Schleim, Schaum und Eiter begleitet wird. Die Patienten empfinden vermehrt Müdigkeit, sind weniger leistungsfähig und können Gewicht verlieren. Die Entzündung der Atemwege kann außerdem zu einer chronischen Bronchitis, also einer chronischen Entzündung der Bronchien führen.

    Andere Folgeerscheinungen werden seltener beobachtet. Beispielsweise kann die Lunge bei den Überblähungen aufreißen und Luft zwischen die Lunge und das Lungenfell, das die Lunge umschließt, gelangen. Die betroffene Lunge fällt dann in sich zusammen. Diese Erscheinung wird Pneumothorax (Luft im Brustkorb) genannt.

    Kommt es zu einem Asthmaanfall, kann diese Verschlechterung zu einem Status asthmaticus, also zu einem besonders schweren Asthmaanfall, der mindestens 24 Stunden lang anhält, führen. Die normalen Behandlungsmethoden wie das Notfall Spray Salbutamol bringen beim Status asthmaticus keine Hilfe mehr. Eine intensive medizinische Notfallbehandlung ist erforderlich. Wird der Status asthmaticus nicht behandelt, kann der Patient daran sterben.

    Auswirkungen auf andere Organe

    Von Folgeerkrankungen des Asthmas werden vor allem das Herz, das Gehirn oder das Skelett betroffen. Wird das Gehirn betroffen, kommt es vorwiegende zu Schlafanfällen (Apoplex) und zur Demenz. Der Demenz-Typ, der am häufigsten diagnostiziert wird, ist der Morbus Alzheimer.

    Auswirkungen auf das Herz und die Lunge

    Ist das Herz von den Folgen des Asthmas betroffen, kommt es meistens zu einem Herzinfarkt und Cor Pulmonale. Als Cor Pulmonale wird ein Herz bezeichnet, das in der rechten Hälfte auf Dauer durch die erhöhte Beanspruchung geschädigt wurde. Die Obstruktion der Bronchien führt zu einem erhöhten Druck in der Lungen. Gegen diesen Lungendruck muss das Herz anpumpen. Der krankhaft erhöhte Blutdruck in der Lunge wird als pulmonale Hypertonie bezeichnet.

    Wenn der Blutdruck in der Lunge erhöht ist, muss das Herz schwerer arbeiten. Dabei verdicken sich die Muskeln in der Wand der rechten Herzseite. Nach einiger Zeit dehnt die rechte Herzkammer sich aus, weil sie die Arbeitsleistung nicht mehr erbringen kann. Die Folge sind Störungen der Herzklappenfunktion und Störungen des Herzrhythmus.

    Beeinträchtigung der Knochengesundheit durch Medikation

    Auch die Osteoporose, die Verminderung der Knochendichte, kann eine Folge von Asthma sein.

    Diese Erkrankung wird durch die Kortikosteroide ausgelöst, die in der Asthmabehandlung eingesetzt werden, um Entzündungen zu hemmen. Allerdings haben die Kortikosteroide eine negative Auswirkung auf den Stoffwechsel der Knochen. Durch die entstandene Osteoporose erhöht sich das Risiko für Knochenbrüche.

    Schlafstörungen als Folge von Asthma

    Oft treten als Nebenwirkungen von einigen Asthmamedikamenten Schlafstörungen auf. Beta-Sympathomimetika können Schlaflosigkeit verursachen. Schlafstörungen können auch durch ein obstruktives Schlafapnoe Syndrom verursacht werden. Dabei handelt es sich um eine Atmungsstörung, die während des Schlafs mehrere Sekunden lang den Atem aussetzen lässt.

    Wenn der Sauerstoffgehalt einen bestimmten Wert unterschreitet, wird das Atemzentrum im Gehirn aktiviert. Es sorgt dafür, dass ein kräftiger Atemzug stattfindet, der als Schnarchen bemerkt wird. Das obstruktive Schlafapnoe Syndrom äußert sich durch unregelmäßiges Schlafen. Die Betroffenen sind oft müde über Tag oder fallen in einen Sekundenschlaf. Ihre Leistungsfähigkeit ist vermindert und ihr Blutdruck ist zu hoch.

    Psychosoziale Auswirkungen von Asthma

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    Pixel-Shot - shutterestock.com

    Moderne Behandlungsmethoden und neueste Medikamente ermöglichen es Asthmatikern meistens, ihr Leben ganz normal führen. Bei besonders schweren Fällen oder wenn die Patienten sich nicht an die vorgeschriebenen Maßnahmen zur Behandlung halten, kann die Lebensqualität der Patienten dennoch erheblich beeinträchtigt werden.

    Asthma in der Schule und im Beruf

    Die Asthmaerkrankung macht es für die Patienten notwendig, sich öfter von einem Arzt behandeln zu lassen oder sogar in einem Krankenhaus aufgenommen zu werden. Dabei kann es zu erheblichen Fehlzeiten in der Schule und in Beruf kommen. Vor allem in der Schule werden betroffene Kinder oder Jugendliche oft sozial ausgegrenzt. Im Beruf können solche Fehlzeiten zu finanziellen Verlusten führen.

    Auswirkungen von Asthma im Alltag

    Asthma kann die Betroffenen auch in ihrem normalen Alltag einschränken. Manche Patienten können keinen Sport oder bestimmte Sportarten nicht ausüben. Andere können keine Veranstaltungen besuchen, auf denen beispielsweise geraucht wird. Sind allergische Reaktion auf Pollen von Bäumen oder Gräsern der Auslöser für Asthma, kann ein Spaziergang im Frühling einen Asthmaanfall auslösen.

    Außerdem ist bei Menschen mit Asthma bronchiale das Risiko, in ein Krankenhaus eingewiesen zu werden oder eine Notaufnahme aufsuchen zu müssen, um ein vielfaches höher. Diese Tatsachen können einen normalen Kontakt zu Verwandten und Freunden sehr einschränken.

    Ängste und Sorgen aufgrund der Atemwegserkrankung

    Menschen, die mit der Angst leben müssen, bald einen Asthmaanfall zu haben, fangen möglicherweise damit an, bestimmte Aktivitäten zu vermeiden.

    Beispielsweise betätigen sie sich nicht sportlich, weil sie Angst haben, ein Asthmaanfall könnte ausgelöst werden. Ihre körperliche Fitness und Leistungsfähigkeit wird durch das mangelnde Training immer schlechter. Wenn Sie ihren Therapieanweisungen folgen würden, könnte solch ein Abfall der Leistung vermieden werden, denn sogar bei den Olympiasiegern gibt es etwa zehn Prozent Sportler, die an Asthma bronchiale leiden.

    Wenn bestimmte Dinge für die Asthmakranken mit Angst vor einem erneuten Anfall verbunden sind, vermeiden die Betroffenen diese Aktivitäten und ziehen sich zurück. Ihre Lust, etwas zu unternehmen sinkt immer mehr. Oft fühlen sie sich aus diesem Grund niedergeschlagen.

    Solche Schwankungen in der Stimmung können krankhaft werden. Psychische Erkrankungen, die bei Asthmatikern oft auftreten sind Depressionen, Angststörungen und Schlafstörungen.

    Kann es zu Asthma-bedingtem Tod kommen?

    Bei Patienten, die einen Atemstillstand erlitten haben oder einen arteriellen CO2-Partialdruck im Blut von über 50 mmHg hatten, sodass sie beatmet werden mussten und ein Krankenhausaufenthalt oder eine Notversorgung notwendig wurde, können als Folge all dessen auch durch das Asthma sterben. Nach solchen Vorfällen ist die Gefahr, an Asthma zu sterben, stark erhöht.

    Bei schwerem Asthma, das mit einer hohen Dosis von Kortikosteroiden behandelt werden muss, steigt das Risiko, an Asthma zu sterben ebenfalls an. Das Risiko erhöht sich sogar noch, wenn der Patient die verschriebenen Steroide nicht einnimmt. Je weniger der Patient sich an seine Therapiemaßnahmen hält, desto mehr unterliegt er dem Risiko eines Asthma-bedingten Todes.

    Da auch bei psychiatrischen Erkrankungen und psychosozialen Problemen die Einhaltung der Asthma-Behandlung höchst wahrscheinlich vernachlässigt wird (da im Augenblick die psychischen Probleme größer erscheinen) steigt auch hier die Gefahr eines Asthma-bedingten Todes.

    Allergene beachten

    Auch Allergien, die durch Nahrungsmittel oder Schimmelpilze verursacht werden, stellen deutliche Risikofaktoren dar. Sie können eine Verschlimmerung des Asthmas bewirken und zu Anfällen mit tödlichem Ausgang führen. Menschen mit Asthma bronchiale sind oft von Schimmelpilz-Allergien gefährdet. In diesen Fällen ist äußerste Hygiene und Vorsicht im Umgang mit Nahrungsmitteln geboten. Das heißt, dass Nahrungsmittel, auf die der Betroffene allergisch reagiert, sollten unbedingt vermieden werden.

    Hinweis für Eltern

    Wenn Kinder unter Asthma leiden, sollten die Eltern das Kindergartenpersonal und die Lehrer informieren, dass das Kind unter Asthma bronchiale leidet und ihnen erklären, was in einem Notfall zu tun ist. Allergien und andere Auslöser wie etwa Kälte, Rauch oder bestimmte Belastungen sollten dem Kindergartenpersonal und den Lehrern mitgeteilt werden, damit das Kind einer solchen Gefährdung erst gar nicht ausgesetzt wird.

    Diagnose und Behandlung von Asthma

    Oft ist es bei Patienten schwierig, Asthma zu diagnostizieren.

    Wenn der Verdacht besteht, dass der Patient an Asthma leidet, wird eine Anamnese, eine körperliche Untersuchung und eine Überprüfung der Lungenfunktion in Angriff genommen.

    Weitere Möglichkeiten, eine genaue Diagnose zu erstellen, sind: 

    • Allergietest
    • Röntgen
    • Sputum-Diagnostik
    • Blutgasanalyse

    Mit diesen Möglichkeiten kann der Verdacht auf Asthma entweder bestätigt oder widerlegt werden.

    Therapiemaßnahmen bei Asthma

    Asthma mag zwar nicht heilbar sein, aber die Erkrankung kann ziemlich gut behandelt werden. Es gibt viele Behandlungsmaßnahmen, die bei Asthma helfen und den betroffenen Patienten ein normales tägliches Leben ermöglichen können.

    Die Behandlung von Asthma setzt sich aus vier Abschnitten zusammen:

    Asthmasprays & Medikamente

    Der Einsatz von Medikamenten, um die Asthma-Beschwerden zu lindern. Allerdings können die Medikamente ihre volle Wirkung nur dann entfalten und dem Patienten helfen, wenn dieser sie nach Vorschrift anwendet.

    Auslöservermeidung

    Die Auslöser für die Asthmaanfälle wie beispielsweise Allergene sollten unbedingt vermieden werden.

    Schulungen

    Die Patienten sollten an Schulungen teilnehmen, in denen sie über die Behandlungsmaßnahmen genauestens unterrichtet werden und lernen, diese Maßnahmen in ihren Alltag erfolgreich zu integrieren.

    Ärztliche Kontrolle

    Die Patienten bedürfen regelmäßiger ärztlicher Kontrollen. Der Arzt sollte den Krankheitsverlauf und den Schweregrad der Erkrankung genauestens überwachen.

    Behandlung mit Medikamenten

    Die Medikamente zur Behandlung von Asthma sind meist Inhalatoren. Bei diesen unterscheidet man zwischen Bedarfsmedikamenten, die auch Reliever genannt werden und Dauermedikamenten, die Controller genannt werden.

    Die folgenden Wirkstoffe werden zur Behandlung von Asthma eingesetzt:

    Beta-2-Sympathomimetika mit kurzer Wirkung.

    Dabei handelt es sich um Bedarfsmedikamente zur Inhalation. Diese erweitern die Atemwege und lindern dadurch die Beschwerden.

    Beta-2-Sympathomimetika mit langer Wirkung

    Dabei handelt es sich um Dauermedikamente zur Inhalation. Die Wirkung hält länger an, setzt dafür aber auch erst später ein.

    Kortikosteroide zum Inhalieren

    Kortikosteroide dienen dazu, die Entzündung der Bronchien zu hemmen. Sie werden bei schwerem Asthma in Form von Tabletten verabreicht.

    Leukotrienrezeptorantagonisten

    Diese Wirkstoffe können Entzündung in den Bronchien hemmen. Außerdem können sie sich auch als Alternative zu lang wirksamen Betamimetika eignen.

    Methylxanthine

    Methylxanthine, die ähnlich wirken wie Betamimetika erweitern die Bronchien und regen die Atemmuskulatur an. Die Wirkstoffe haben jedoch mehr Nebenwirkungen.

    Anticholinergika

    Achtung! Anticholinergika sind nicht mehr für die Behandlung von Asthma zugelassen. Sie werden nur bei besonders schwer behandelbaren Fällen eingesetzt.

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    Behandlung von Asthma mit Inhalatoren

    Die verschiedenen Asthmasprays unterscheiden sich durch ihre Wirkstoffe und durch die Form der Darreichung.

    Es sind Asthmasprays erhältlich, die regelmäßig prophylaktisch eingesetzt werden und Asthmasprays, die bei akuten Asthma-Anfällen Anwendung finden, damit die Symptome schnell gelindert werden.

    Die Asthma-Inhalatoren bieten die Möglichkeit, die Asthma-Symptome zu reduzieren. Sie sind hervorragend für die langfristige Behandlung von Asthma geeignet. Auf dem Markt werden Accuhaler, Evohaler und Turbohaler angeboten.

    Die Asthma-Inhalatoren werden entweder mit Treibgas betrieben oder der Patient steuert die Inhalation durch seinen Atemzug aus. Bei den Inhalatoren, die mit Treibgas betrieben werden, wird durch Drücken ein Sprühstoß ausgelöst, der den Wirkstoff herauspresst. Bei Inhalatoren, die der Patient durch seinen Atemzug steuert, wird der Wirkstoff durch das Einatmen des Patienten angesaugt.

    Fragen & Antworten über Asthma Inhalatoren

    Die Wirkung eines Asthmasprays ist abhängig von der Art der Anwendung. Präventive Asthmasprays werden regelmäßig, oft täglich, benutzt, damit Entzündungen durch die regelmäßige Inhalation der Wirkstoffe gelindert werden und um akuten Asthmaanfällen vorzubeugen.

    Salbuhexal enthält beispielsweise Salbutamol als Wirkstoff. Durch diesen Wirkstoff werden während eines akuten Asthmaanfalles die Betarezeptoren stimuliert. Die Lungen werden entspannt und der Patient kann wieder leichter atmen. Außerdem kann Salbutamol auch zur langfristigen Behandlung dienen.

    Asthma-Inhalatoren oder Asthmasprays werden unterschieden in präventive Inhalatoren und Relievern für akute Asthmaanfälle. Bei den präventiven Inhalatoren gibt es verschiedene Arten, die je nach Vorlieben eines Patienten gewählt werden können.

    Häufig genommen werden zum Beispiel Pulver Inhalatoren gegen Asthma, die eine kleine Menge Pulver zur Inhalation freigeben, wenn ein integrierter Hebel betätigt wird. Zu den Pulver Inhalatoren zählen Accuhaler und Turbohaler. Beide gegen den Wirkstoff in Form von Pulver über ein Mundstück frei. Sogenannte Puffer sind in Form von Evohalern, Autohalern und Easy-Breathe-Inhalatoren erhältlich. Sie alle enthalten ein Spray, das freigesetzt und inhaliert wird, sobald ein Knopf heruntergedrückt wurde.

    Salbutamol ist besonders beliebt zum Einsatz bei akuten Asthmaanfällen. Sprays mit dem Wirkstoff Salbutamol erleichtern schnell die Atmung und sind daher ideal bei Atemnot. Wie bei allen anderen Medikamenten auch sollten die Patienten vor der Anwendung sicherstellen, dass keine Allergien gegen einen der Inhaltsstoffe der Sprays bestehen.

    Unter einem Asthma-Flutter versteht man ein kleines Atemgerät, das eingesetzt wird, um Patienten das Abhusten von Sekret zu erleichtern. Ein Flutter besteht aus einem Mundstück und einem Trichter mit einer Metallkugel. Diese erzeugt einen Unterdruck in den Bronchien und hilft so, festeres Sekret zu lockern.

    Ein Flutter findet seinen Einsatz, wenn das Abhusten schwerfällt. Er soll helfen, die Atemwege zu befreien.

    Ein Spacer ist ein Trichter, der vor das Mundstück gesetzt wird, um bei der Inhalation behilflich zu sein. So kann der Patient besser erkennen, wie viel des Präparates er bereits inhaliert hat. Spacer werden oft für Kinder eingesetzt, damit die Verwendung eines Asthmasprays leichter für sie wird.

    Zum Einsatz bei allergischem Asthma eignen sich Sprays, die geringe Mengen an Cortison als Wirkstoff enthalten.

    In Situationen, in denen Pollen oder Hausstaub Asthmaanfälle auslösen, können sie gezielt eingesetzt werden. Präparate mit Salbutamol oder Budesonid sind sehr gut bei allergischem Asthma geeignet und können je nach Bedarf unterschiedlich dosiert werden.

    Cortison sorgt bei Asthma dafür, dass Schwellungen und Entzündungen nachhaltig abgemildert werden, sodass es seltener zu akuten Asthmaanfällen kommt. Der Wirkstoff Cortison gelangt direkt in die Bronchien und wirkt sofort gegen Schwellungen der Schleimhaut, die dem Patienten das Atmen erschweren.

    Cortison Sprays gegen Asthma werden in unterschiedlichen Darreichungsformen und mit unterschiedlichen Dosierungen angeboten.

    Es ist nicht möglich, herkömmliche Asthmasprays ohne Rezept zu kaufen. Auf jeden Fall muss ein Arzt das Asthmaspray verschreiben, damit die richtige Dosierung und Darreichungsform für den Patienten sichergestellt werden kann.

    Es gibt auch Online Kliniken welche  die Möglichkeit bieten, einen Fragebogen zu persönlichen Krankheitsgeschichte auszufüllen. Dieses wird von einem Arzt geprüft, welcher gegebenenfalls ein Rezept ausstellen kann. Damit kann aktuell zumindest für Folgerezepte der persönliche Arzttermin vermieden werden.

    Asthmasprays werden meist gut vertragen und haben nur sehr wenige Nebenwirkungen.

    In einzelnen Fällen kann es zu allergischen Reaktionen zu einem der Inhaltsstoffe kommen. Daher sollte etwaige Allergien gegen einen der Inhaltsstoffe vorher ausgeschlossen werden. Grundsätzlich raten Ärzte und Apotheker dazu, mit einer geringen Dosierung zu beginnen und diese bei Bedarf zu erhöhen. Auf diese Weise kann sich der Körper an die Behandlung gewöhnen.

    Patienten berichten in seltenen Fällen nach der Anwendung von Asthmasprays von Nebenwirkungen wie Muskelschmerzen, Halsirritationen oder Husten.

    Fast alle Asthma-Medikaments können grundsätzlich während der Schwangerschaft angewendet werden.

    Es ist allerdings wichtig, eine niedrige Dosierung zu wählen. Außerdem sollte der behandelnde Frauenarzt konsultiert werden.

    Da akute Asthmaanfälle auch dem ungeborenen Kind schaden könnten, ist es während der Schwangerschaft sehr wichtig, eine optimale Behandlung der Asthmaerkrankung zu finden.

    Hinweise zur Verwendung

    Bevor der Patient inhaliert, sollte er grundsätzlich gut ausatmen. Nach dem Inhalieren sollte der Atem angehalten werden. Nur so wird dem Wirkstoff ausreichend Zeit geboten, sich in der Lunge abzusetzen.

    Bei Turbo- und Accuhaler liegt der Wirkstoff in Form von Pulver vor. Bei einem Accuhaler wird der Wirkstoff freigesetzt, wenn ein Hebel betätigt wird, durch den ein Blister aufgestochen wird. Der Patient muss das freigesetzte Pulver selbst einatmen, damit seine Atemwege geöffnet werden.

    Bei Turbohalern wird das Trockenpulver mithilfe eines Drehmechanismus auf ein Sieb aufgebracht, von wo aus der Patient es inhaliert. Für Kinder und Patienten mit Laktoseintoleranz sind Inhalatoren mit Trockenpulver nicht geeignet.

    Evohaler werden mit Treibgas betrieben. In ihnen ist eine komprimierte Form des entsprechenden Wirkstoffs enthalten. Der Wirkstoff wird freigesetzt, sobald der Behälter heruntergedrückt wird. Der Wirkstoff muss direkt nach seiner Freisetzung inhaliert werden. Es ist wichtig, den Behälter kräftig zu drücken und gleichzeitig einzuatmen. Patienten haben bei der Benutzung von Evolhalern manchmal Schwierigkeiten.

    Behandlungsziele

    Mit der Behandlung wird das Ziel verfolgt, das Asthma bestmöglich zu kontrollieren und den Patienten lange von Beschwerden freizuhalten. Außerdem soll der Patient durch die Behandlung einen ungestörten Nachtschlaf finden.

    Die Verschlechterungsschübe sollen vermindert werden. Der Patient soll weniger Medikamente einnehmen müssen und Notfallbehandlungen sollen abgewendet werden. Weitere Ziele der Behandlung sind die Erhaltung uneingeschränkter Leistungsfähigkeit und körperlicher Belastungen durch eine normale Funktion der Lungen. Bei Kindern schließen die Ziele zudem ein normales Wachstum und eine normale physische, psychische und geistige Entwicklung ein.

    Die modernen Behandlungsmethoden von Asthma sind so fortschrittlich, dass sie optimal auf die Bedürfnisse der jeweiligen Patienten zugeschnitten werden können. Es ist sehr wichtig, dass der Patient seine eigene Krankheit kennt und genau weiß, was er oder sie bei einem Asthmaanfall tun muss.

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    Vorbeugung von Asthma

    Was genau die Asthmaerkrankung bestimmter Patienten auslöst, kann nicht immer genau bestimmt werden.

    Daher ist es auch nicht möglich, die Auslöser oder Ursachen vollständig zu vermeiden. Einige vorbeugende Maßnahmen können jedoch von jedem Menschen getroffen werden, um eine mögliche Asthmaerkrankung zu vermeiden.

    Risikopatienten sollten, falls sie Raucher sind, auf jeden Fall mit dem Rauchen aufhören. Auch Passivrauchen sollte vermieden werden. Weiterhin sollte grundsätzlich vermieden werden, schadstoffhaltige oder sehr kalte Luft über lange Zeiträume einzuatmen.

    Wenn die Diagnose Asthma bereits gestellt wurde, ist es wichtig, die jeweiligen Reizstoffe zu vermeiden, um Entzündungen und Reizungen vorzubeugen. Außerdem sollte der betroffene Patient die von seinem Arzt verordneten Medikamente richtig und regelmäßig anwenden.

    Neben den bereits erwähnten Maßnahmen kann bei allergischen Asthma möglicherweise eine spezielle Immuntherapie, eine Hyposensibilisierung, vorteilhaft sein. Sie ist vor allem dann empfehlenswert, wenn es kaum oder gar nicht möglich ist, die entsprechenden Allergene zu meiden.

    Wenn ein bestimmtes Allergen als Auslöser ausfindig gemacht wurde, sollte ein sogenannter Provokation-Test durchgeführt werden, mit dem der Nachweise über eine Allergie erbracht werden kann.

    Prognose der Asthma bronchiale

    Bei Asthma handelt es sich um eine chronische Erkrankung, unter der die Patienten unter Umständen ein Leben lang leiden müssen. Die einzige Option besteht darin, die Symptome best möglichst zu behandeln.

    Nur bei Kindern besteht die Möglichkeit, die Krankheit zu heilen, wenn sie frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt wird. Die Prognose bei Asthma bei Kindern hängt von der Stärke der Beschwerden ab. Wenn das Kind nur geringe Beschwerden hat, besteht eine gute Chance, das die Krankheit ausheilt, bis das Kind erwachsen ist.

    Auch die Aussichten bei Erwachsenen sind positiv dank der guten Behandlungsmöglichkeiten. Die Krankheit kann im Erwachsenenalter zwar nicht mehr geheilt werden, aber die Beschwerden können über lange Zeiträume hinweg deutlich verringert und gelindert werden.

    Wenn Asthma nicht therapiert wird, können bei den Betroffenen bleibende Schäden an den Atemwegen entstehen.

    Die Muskulatur in den Lungen verdickt sich dauerhaft und die Ausatmung wird entsprechend erschwert. Außerdem kann die Austauschfläche mit Sauerstoff verringert werden. Dadurch über blähen sich die Bläschen in den Lungen.

    Wenn die Lungenbläschen vollständig zerstört werden, spricht man von einem Lungenemphysem. In diesem Fall ist der Körper nur noch eingeschränkt belastbar.

    Wenn der Krankheitsverlauf sehr schwer ist, kann der Lungendruck ansteigen und auch das Herz kann dadurch in seiner Funktionsfähigkeit gestört werden. Wenn die Beschwerden nicht behandelt werden, werden sie dauerhaft und können sogar das Leben des Patienten bedrohen.

    Literatur & Quellen: