Behandlung von Asthma

Autor: Ralf R – Februar 2016 – Aktualisiert: August 2019 – Inhalt auf medizinische Korrektheit überprüft.

Die Behandlung von Asthma verspricht keine Heilung, allerdings eine deutliche Verbesserung der Symptome.

Asthmaanfälle können stark reduziert und mit Notfallmedikamenten gestoppt werden.

Asthma Behandlung

Die Asthma Diagnose ist für viele Menschen erst einmal ein Schock, da die Erkrankung einen starken Einfluss auf den Alltag und den Lebensstil haben kann.

Asthma kann zwar nicht vollständig geheilt werden, in den meisten Fällen können die Beschwerden jedoch gut eingedämpft werden und oft ist sogar ein Leben ohne Einschränkungen möglich.

Der Facharzt kann nach einer umfassenden Untersuchung den richtigen Behandlungsweg und die optimale Medikation einschätzen.

Was bei Asthma hilft, ist von Patient zu Patient unterschiedlich und von der Asthma-Form und dessen Schweregrad abhängig.

Asthma Behandlung – Welcher Arzt?

  • Welcher Arzt kann bei Asthma besucht werden?

Grundsätzlich können Sie als erstes Ihren Hausarzt aufsuchen. Dieser kann Sie an einen entsprechenden Facharzt überweisen. Das wäre dann ein Pneumologe bzw. Lungenfacharzt. In vielen Fällen kann allerdings bereits der Hausarzt helfen und es ist keine Überweisung nötig.

Biem Arzt werden anschließend einige Untersuchungen gemacht. Im übrigen auch eine Prüfung der Lungenfunktion und einige Allergietest’s.

Hilfe über das Internet?

Auch über das Internet ist eine Asthma Behandlung möglich. Sollte Ihnen bereits in Rezept für ein Asthma Spray ausgestellt worden sein, können Sie auch Folgerezepte über das Internet beantragen.

Die Online Sprechstunde benötigt nur einige Minuten Zeit und kann via Smartphone oder Computer abgeschlossen werden. 

Somit fallen keine Wartezeiten und Fahrtwege an. Auch Ihre Privatsphäre wird dabei zu 100% geschützt.

asthma online sprechstunde

Eine Zahlung kann auf Rechnung erfolgen. 

Die medikamentöse Therapie

salbuhexal salbutamolDie medikamentöse Therapie hat das Ziel, die chronische Entzündung, die Verengung der Atemwege und die erhöhte Bronchien-Empfindlichkeit zu beheben.

Asthma wird für die Anpassung und Einschätzung der Therapie, in die drei Grade eingestuft.

  • Kontrolliertes Asthma,
  • Teilweise kontrolliertes Asthma und
  • Unkontrolliertes Asthma

Die Behandlung wird, je nach Grad, in fünf verschiedene Therapie-Stufen unterteilt und kann bei Bedarf angepasst werden.

Dabei soll die bestmögliche Kontrolle der Erkrankung mit der geringstmöglichen Medikamenten-Menge erzielt werden.

Meistens werden bei der Behandlung Inhalatoren bzw. Asthma-Sprays verwendet, da diese direkt an den gewünschten Bestimmungsort gelangen und die Nebenwirkungen somit reduziert werden.

  • Grundsätzlich werden sie in Reliever und Controller unterteilt.

Bei den sogenannten Relievern handelt es sich um Bedarfsmedikamente, die bei akuten Anfällen eingesetzt werden. Controller sind Dauermedikamente, die präventiv und regelmäßig eingenommen werden. Für schweres Asthma gibt es außerdem Zusatzmedikamente.

Controller

Controller müssen dauerhaft und regelmäßig eingenommen werden und dienen als vorbeugende Maßnahme.

Durch sie können Asthmaanfälle vermieden werden, da sie die Entzündung der Atemwege schwächen und die Entzündungsbereitschaft der Bronchien eingrenzen.

Derzeit gelten die sogenannten Controller mit Glukokortikoiden als wirkungsvollstes Dauermedikament bei Asthma.

Dabei handelt es sich um einen synthetisch hergestellten Stoff des körpereigenen Cortisol-Hormons, welches Entzündungsprozesse eindämpft und die erhöhte Abwehrbereitschaft des Körpers verhindert.

Reliever

Reliever sind Bedarfsmedikamente, die bei einem akuten Asthmaanfall eingesetzt werden.

Sie entspannen innerhalb von wenigen Minuten die verkrampfte Bronchialmuskulatur und erweitern dadurch die Atemwege.

Meist handelt es sich bei ihnen um Inhalatoren mit Beta-2-Sympathomimetika wie etwa Formoterol, Fenoterol, Terbutalin und Salbutamol.

Reliever sind bei einem Asthmaanfall sehr effektiv, sie sind aber nicht für eine nachhaltige Behandlung geeignet.

Die Behandlung von allergischem Asthma

Bei der Behandlung von allergischem Asthma ist neben der Therapie mit den entsprechenden Medikamenten auch eine Anpassung der Lebensweise enorm wichtig.

Der Patient sollte sich ausführlich untersuchen lassen, die Reizstoffe, die das Asthma auslösen identifizieren und diese so gut wie möglich meiden.

Dies ist natürlich nicht immer leicht, dennoch gibt es bei gewissen Allergenen einige Möglichkeiten, sich bis zu einem gewissen Grad vor ihnen zu schützen.

Bei einer Milbenallergie empfiehlt es sich zum Beispiel einen milbenundurchlässigen Matratzenbezug zu nutzen, bei einer Pollenallergie ist tägliches Duschen hilfreich und Schimmelpilze können durch häufiges Lüften vermieden werden.

Die Behandlung von allergischem Asthma kann zudem mit einer Allergen-Spezifischen-Immuntherapie unterstützt werden.

Allergen-Spezifische-Immuntherapie

Mit der Allergen-Spezifischen-Immuntherapie (Hyposensibilisierung) kann die Allergie an sich bekämpft und somit der Ursache der Asthma-Erkrankung entgegengewirkt werden.

Dabei wird dem Patienten regelmäßig die allergieauslösende Substanz zugeführt, sodass sein Immunsystem eine Toleranz gegen diese entwickeln kann.

Die Beschwerden können dadurch deutlich gemindert werden, insofern die zugeführte Substanz ein relevanter Auslöser der Asthma-Erkrankung ist.

Die Immuntherapie dient als Zusatztherapie und kann die eigentliche Asthmatherapie nicht ersetzen.

Sie kann in Form von Tabletten, Tropfen oder als Injektion durchgeführt werden, und ist ab dem sechsten Lebensjahr möglich.

Je früher der Betroffene mit der Hyposensibilisierung beginnt, desto höher ist auch die Erfolgschance.

Erste Hilfe bei einem Asthmaanfall

Bei einem akuten Asthmaanfall sollte in erster Linie die entsprechende Notfallmedikation eingenommen werden. Bei allergischem Asthma empfiehlt es sich, zusätzlich einen EpiPen bei sich zu tragen.

Außerdem ist es hilfreich, einen Asthma-Pass mitzuführen, damit der Betroffene auch im Notfall die richtige Medikation verabreicht bekommen kann.

Dieser beinhaltet unter anderem eine Liste mit den geeigneten Medikamenten und gegebenenfalls den bestehenden Allergien.

Asthma Behandlung über das Internet

Auch über das Internet ist es Möglich eine Behandlung vom Asthma bzw dessen Symptome zu beginnen.

Sollten Sie bereits einmal in der Vergangenheit ein Asthma Spray von Ihren Hausarzt verordnet bekommen haben, müssen Sie nicht immer zwingend diesen für Folgerezepte aufsuchen.

Alternativ können Sie auch über das Internet ein Asthma Spray kaufen. Sie füllen hierfür einen Fragebogen aus und können somit das Rezept über das Internet von einem Arzt ausgestellt bekommen.

Im Service enthalten:

  • Rezeptausstellung
  • Expressversand
  • Deutsches Medikament

asthma online sprechstunde

asthma hilfe autorAutor: Ralf R. vom AsthmaHilfe Team

Ich bin freier Texter und Medizin Student – Schwerpunkt Thema Asthma bronchiale. Angehender Lungenfacharzt (Pneumologe). Fachwissen über Medizin – Alle Artikel mit aktuellen medizinischen Wissensstand inklusive Quellenangaben.

Mehr über mich erfahren.

  • Artikel vom Februar 2016
  • Aktualisiert im August 2019

Quellen:


Wie ist Ihre persönliche Erfahrung mit der Behandlung von Asthma? Haben Sie Erfolg oder fällt Ihnen die Behandlung schwer? Berichten Sie uns einfach davon in der Kommentarfunktion.

Beitrag bewerten:
[Total: 1 Average: 5]

Schreiben Sie einen Kommentar