Ist Asthma heilbar?

Ist Asthma heilbar? Seit vielen Jahren versuchen Mediziner, ein Heilmittel gegen Asthma zu finden. Denn obwohl es geeignete Medikamente gibt, mit denen die Betroffenen weitgehend beschwerdefrei leben können, ist eine vollständige Ausheilung der Erkrankung zurzeit medizinisch noch nicht möglich. Günstiger ist die Prognose bei kindlichem Asthma – es sei denn, es handelt sich um einen schweren Fall.

Mit den passenden Asthma-Medikamenten kann ein Asthmatiker ein ähnlich hohes Lebensalter erreichen wie ein gesunder Mensch.

Nur in sehr seltenen Fällen ist sein Lungengewebe dauerhaft geschädigt bzw. kommt es bei ihm zu einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) oder chronischen Bronchitis.

Erfahren Sie in diesen Artikel ob Asthma überhaupt jemals komplett heilbar sein wird.

Wie man Asthma Beschwerden lindert

asthma heilbarDie herkömmliche Asthma-Therapie besteht darin, die verengten Atemwege zu erweitern und die chronische Entzündung in den Bronchien zu bekämpfen.

Mitunter werden den Patienten noch spezielle Atemtechniken empfohlen, die ihr Leben mit der Krankheit erleichtern sollen. Auch bestimmte Körperhaltungen und die Lippen-Bremse sollen helfen, die Atemnot zu mindern.

Darüber hinaus gibt es natürlich noch weitere Atemschulungsangebote. Sogar bestimmte körperliche Übungen und die Raucherentwöhnung werden von manchen Ärzten zur Behandlung von Asthma empfohlen. Außerdem soll der Asthma-Patient darauf achten, seine persönlichen Auslöser – wenn möglich – zu meiden.

Die konventionelle Asthma-Behandlung 

Controller (Glukokortikoide) sind dauerhaft anzuwenden und wirken entzündungshemmend. Sie reduzieren die Häufigkeit und Intensität der Asthma-Anfälle. Reliever sind Beta-2-Sympathomimetika, die nur beim Auftreten eines Asthma-Anfalls eingesetzt werden.

Sie entspannen die verkrampfte Bronchialmuskulatur sofort und sorgen für freies Durchatmen. Ist das inhalierte Kortison nicht wirksam genug, verabreicht man noch zusätzlich ein Betamimetikum mit längerer Wirkungsdauer.

  • Die Asthma-Therapie bei Kindern verläuft ähnlich.

Manche Patienten erhalten auch noch andere Medikamente wie beispielsweise bestimmte Antikörper gegen IL-5 (Interleukin 5) oder IgE (Immunglobulin-E), Theophyllin, Leukotrien-Antagonisten und Omalizumab (monoklonaler Antikörper).

Da besonders schweres Asthma außerdem noch eine psychische Komponente hat, wird auch sie meist in die Behandlung miteinbezogen.

Im Gegensatz zu Erwachsenen, die oft lebenslang mit der belastenden Erkrankung zu kämpfen haben, sind Kinder begünstigt:

Wird ihr Asthma rechtzeitig erkannt und gut therapiert, hat eines von 3 Kindern gute Chancen, als Erwachsener davon geheilt zu sein.

Was jedoch dann trotzdem bleibt, ist eine lebenslange überschießende Immunreaktion des Körpers. Kinder mit leichterem Asthma haben generell bessere Aussichten auf spätere Heilung als schwerere Fälle.

Wie Wissenschaftler herausfanden, ist bei Asthmatikern wie bei Allergikern die Darmflora geschädigt (Dysbakterie). Dies geschieht beispielsweise durch eine Fehlernährung, die zur Übersäuerung des Körpers führt, oder durch lange andauernde Behandlung mit Antibiotika.

Asthma und der Darm

Durch die sich übermäßig vermehrenden schädlichen Darmbakterien, die saures Milieu bevorzugen, kommt es zu einem löcherig Werden der Darmschleimhaut (Leaky Gut Syndrom).

Dadurch können im Darm befindliche Nahrungsmittel-Partikel ins Blut geraten und werden vom Immunsystem als Fremdkörper bekämpft.

  • Nach einiger Zeit entsteht daraus dann eine krankhaft erhöhte Abwehrbereitschaft des Immunsystems.

Um die Asthma Therapie wirksam zu unterstützen, empfiehlt sich eine Darmreinigung mit anschließender Darmsanierung. Die eingenommenen Probiotika fördern die Vermehrung nützlicher Darmbakterien und bringen so das Abwehrsystem wieder ins Lot.

Da die gesunde Darmflora ein basisches Milieu benötigt, sollte man ausreichend basische Nahrungsmittel verzehren, vor allem viel frisches Obst und Gemüse.

Wie verschiedene Studien beweisen, wirken auch bestimmte Nahrungsmittel entzündungshemmend: Knoblauch und rote Zwiebeln enthalten viel Quercetin – einen sekundären Pflanzenstoff, der die Aktivität der Entzündungshormone einschränkt.

Eine Besserung des Asthmas lässt sich auch mit konsequenter Zufuhr von Vitamin C, E und Kurkuma, Ingwer, Rosmarin und anderen Gewürzen erzielen.

Eine Vitamin D Studie von 2014 mit mehr als 20.000 Asthma-Kranken ergab, dass ein Zusammenhang zwischen der Intensität von Asthma-Anfällen und Vitamin-D-Mangel besteht: Je größer der Mangel war, desto schlimmer waren die Asthma Attacken.

Das Vitamin blockiert die Freisetzung von entzündungsfördernden Zytokinen.

Wissenschaftliche Entdeckung gibt Anlass zur Hoffnung

  • Ist in der Zukunft Asthma heilbar?

Britische und US-amerikanische Wissenschaftler fanden vor kurzem den vermeintlichen Auslöser von Asthma-Anfällen. Verursacher ist offenbar eine gestörte Funktion der kalziumsensitiven Rezeptoren. Sie haben einen Einfluss auf den Kalzium-Spiegel im Blut.

Die Fehlfunktion wird zurzeit erfolgreich medikamentös mit Calcilytics behandelt. Sie hemmen die fehlerhafte Aktivität der Kalzium-Rezeptoren.

Nach Ansicht der Wissenschaftler könnten die Medikamente prophylaktisch verabreicht werden, damit es erst gar nicht zu den Anfällen kommt.

  •  Erste Tests ergaben, dass die Einbringung der Substanzen in die Lunge eine sichere Anwendungsmethode ist.

Die Forscher gehen davon aus, dass in etwa zwei Jahren erste Tests der Medikamente an Menschen durchgeführt werden können.

  • Es besteht Hoffnung das Asthma heilbar werden könnte.

Ist Asthma heilbar? Fazit:

Da Asthma aktuell noch nicht heilbar ist, sollte man den Betroffenen unbedingt adäquate medizinische Hilfe zukommen lassen.

Außerdem ist es sinnvoll, ihr überreagierendes Immunsystem mit einer ganzheitlichen Behandlung zu stärken und stabilisieren.

Dazu gehören außer einer umfassenden Darmreinigung und Darm-Sanierung mit Probiotika eine basische oder zumindest basenüberschüssige Ernährungsweise.

Der Verzicht auf Fertigprodukte mit ihren diversen allergieauslösenden Lebensmittelzusatzstoffen, Getreide und Zucker und der Verzehr vieler Antioxidanzien und entzündungshemmende Substanzen enthaltender natürlicher Lebensmittel.

Zur Asthma Vorbeugung empfiehlt es sich, sein Baby so lange wie möglich zu stillen, damit es genügend Vitamin D aufnehmen kann.

asthma hilfe autorAutor: Ralf R. vom AsthmaHilfe Team

Ich bin freier Texter und Medizin Student – Schwerpunkt Thema Asthma bronchiale. Angehender Lungenfacharzt (Pneumologe). Fachwissen über Medizin – Alle Artikel mit aktuellen medizinischen Wissensstand inklusive Quellenangaben.

Mehr über mich erfahren.

  • Artikel vom Mai 2016
  • Aktualisiert im August 2019

Quellen:


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4 Gedanken zu „Ist Asthma heilbar?“

  1. Sehr geehrte Damen und herren,
    in maine Praxis bis 2016 habe ich 26 Fälle Asthma behandelt:
    13 Fälle: ohne Medikamente über ein Jahr. ( 1 Pat. über 14 J. 1 Pat. über 8 J.)
    6 Fälle gleich nach 1.Behandlung brauchen keine Medikamente.
    12 Fälle: gelegentlich oder sehr wenige Medikamente benutzen.
    1 Fall: Unwirksam.
    Sehen Sie die Dankesbriefe der Patieten:
    http://tcm-zhang.de/4.html

  2. Dass fast nur mit der chemischen Keule behandelt wirdwird, wenn die wirkliche Ursache von Asthma unbekannt ist, macht stutzig. Also kräftig durch die Nase einatmen und die Bronchien durch Reflex entspannt halten. Das ist schlauer als die Zukunft mit Spray. Googeln nach System Atemübungen A.Strelnikova. Die Übungen sind in Russland gut eingeführt.

  3. Bei Asthma gibt es einen Kniff, ein fast unbekanntes „Ei des Columbus“.
    Man drückt bewusst und kräftig die Lippen zusammen und erlebt den Rückgang der Anzeichen der Krankheit wie Pfeifen in der Lunge und die so verstörende Atemnot. Dieser Wirkung liegt die asiatische Medizin zugrunde mit den Nervendruckpunkten. Einige dieser Punkte werden bei Druck an einer Lippe getätigt und so die Bronchien entspannt.
    Noch überzeugender ist die Wirkung freilich, wenn man mit einem Finger in die Rinne (Philtrum) zwischen Nase und Oberlippe drückt
    Also drückt man beharrlich die Lippen zusammen und übt. Ich hatte chronisches Asthma. Es verschwand mit der Lippenübung, obschon die Symptome in der Pollenzeit sehr belastend waren.
    Wichtig ist die Nasenatmung in der Nacht. Asthmamedikamente sollte man absetzen: Arzt fragen.

  4. Man muss gegen Asthma mit den eigenen Kräften kämpfen, das heißt mit Daumendrücken. So sitzt man am längeren Hebel. Das Daumendrücken bzw. Faustballen vertieft und befreit die Atmung als Wirkung der Akupressur.
    Also immer weniger Spray und immer mehr Daumendrücken. Schlaf mit geschlossenem Mund und Bauchatmung sind auch wichtig. So in etwa heilte ich mein chronisches Asthma.

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