Natürliche Behandlung von Asthma

akkupunkturAsthma kann bisher weder auf herkömmliche noch auf natürliche Weise vollständig geheilt werden. Dennoch ist mit der richtigen Behandlung oftmals ein Leben ohne große Einschränkungen möglich. Die Therapie erfolgt allerdings in der Regel mit Medikamenten, die hauptsächlich die Symptome behandeln und Nebenwirkungen haben.

Natürliche Behandlungsmethoden zielen vor allem auf die Stärkung des Immunsystems ab und befassen sich ganzheitlich mit dem Patienten. Somit sollen der Körper zur Selbstheilung gekräftigt und die Ursachen beseitigt werden.

Dennoch sollten natürliche Methoden immer mit dem zuständigen Arzt abgesprochen werden und sie sollte eher als komplementäre Therapie dienen.

 

Natürliche Behandlungsmethoden für Asthma

  • – Ernährungsumstellung
  • – Homöopathie
  • – Akupunktur
  • – Entspannungs- und Atemtechniken (z.B. Yoga)

 

Ernährungsumstellung

Eine ausgewogene und gesunde Ernährung stärkt das Immunsystem und hilft dem Organismus dabei, unnötige Über- und Abwehrreaktionen zu vermeiden. Außerdem sollten bestimmte Lebensmittel als möglicher Auslöser der Asthmaanfälle in Betracht gezogen werden. Zudem haben Asthmatiker oftmals einen Mangel an gewissen Nährstoffen, was wiederum die Beschwerden verstärkt.

Lebensmittel, die bei vielen Asthmatikern einen Anfall auslösen:

  • Hühnereier
  • Kuhmilch
  • Weizen
  • Soja
  • Erdnüsse
  • Fisch
  • Meeresfrüchte

Nahrungsmittelzusätze, die bei vielen Asthmatikern einen Anfall auslösen:

  • Tartrazin
  • Sulfite
  • Glutamat
  • biogene Amine

Asthmatiker sollten ein Ernährungstagebuch führen, um feststellen zu können, ob ein bestimmtes Lebensmittel einen Einfluss auf ihre Asthmaanfälle hat.

 

Der Vitamin D-Mangel

vitamin-dEine Studie hat bestätigt, dass Kinder, die unter Asthma leiden und eine Vitamin D-Insuffizienz haben, anfälliger für schwere Asthmaanfälle sind als Kinder ohne einen Mangel. Der Studie zufolge erhöht der Vitamin D-Mangel das Risiko für schwere Asthmaanfälle um 50 %.

Vitamin D (genauer: Cholecalciferol) steht nicht nur mit schweren Asthmaanfällen in Verbindung, es stärkt auch das gesamte Immunsystem, wodurch wiederum das Risiko für Asthma-Attacken minimiert wird. Zudem wirkt sich ein Mangel auf viele weitere gesundheitliche Probleme aus. Es ist beispielsweise für gesunde Knochen unerlässlich und somit für viele Asthmatiker besonders wichtig, da die medikamentöse Behandlung in der Regel Kortison beinhaltet, welches Osteoporose begünstigt.

Daher sollten Asthma-Patienten ihr Vitamin D-Level optimieren. Der Körper kann das fettlösliche Vitamin unter Einfluss von Sonnenlicht synthetisieren, dies reicht aber nicht aus. In der Nahrung kommt es vor allem in Fisch und Lebertran vor und es ist unter anderem auch in Milchprodukten, Pilzen und Eiern enthalten. Zudem kann es dem Organismus durch Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Die optimale Menge ist zwar noch umstritten, die derzeit empfohlene Tagesdosis liegt aber für Kinder und Erwachsene bei fünf Mikrogramm.

 

omega-3-fettOmega 3-Fettsäuren

Omega 3-Fettsäuren können die Entzündung eindämmen. Allerdings sollten vor allem Patienten, die gerinnungshemmende Medikamente zu sich nehmen, vor der Einnahme ihren Arzt dazu befragen. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 6000 mg und sie sollte über den Tag verteilt eingenommen werden. Fische wie Lachs, Makrele und Thunfisch sind besonders reich an Omega 3-Fettsäuren. Außerdem gibt es Omega-3 Nahrungsergänzungsmittel mit langkettigen Omega-3-Fettsäuren, welche somit eine ausreichende Versorgung liefern können. Auch einige Pflanzenöle wie z. B. Raps-, Lein- und Walnussöl sind eine wertvolle Ergänzung beim Thema Omega 3 Fettsäuren. Im übrigen haben Nahrungsergänzungsmittel mit langkettigen Omega-3-Fettsäuren gegenüber Fisch den Vorteil, dass der Gehalt in den Produkten an Omega-3-Fettsäuren standardisiert, d. h. stets gleich hoch, ist.

 

Magnesium

Gerade Asthmatiker sollten auf ein gesundes Magnesium-Level achten, da dieses nachweislich die Atemwege entspannt. Für Frauen liegt die Tagesdosis bei 250 mg und für Männer bei 300 mg. Kürbiskerne, Kakao und Amaranth zählen zu den besten Magnesium-Lieferanten.

Homöopathie

Die Homöopathie stellt für viele Patienten eine ergänzende Behandlungsform dar. Dabei werden die Beschwerden mit der gleichen aber hochverdünnten Substanz behandelt, welche die Erkrankung hervorgerufen hat. Die Wirksamkeit von Homöopathie ist derzeit allerdings umstritten und nicht bewiesen. Die Therapie wird hierbei in zwei Formen unterschieden: die symptomatische Behandlung von akuten Asthmaanfällen und die Konstitutionsbehandlung. Bei Letzterem sollen die auslösenden Faktoren wie etwa die Allergien beseitigt werden. Zu den bei Asthma am häufigsten angewandten homöopathischen Mitteln zählen Poumon histamine C5 und Nux vomica C7. Ein Homöopath kann nach einer ausführlichen Befragung das geeignete Mittel und die richtige Dosis einschätzen.

 

Akupunktur

Auch die Akupunktur ist bei vielen Asthmatikern sehr beliebt. Dabei handelt es sich um einen Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin, bei welcher feine Nadeln in definierte Körperpunkte eingestochen werden. Somit wird in den Bronchien der Strömungswiderstand gesenkt. Vermutlich geschieht dies aufgrund einer Stimulation der körpereigenen Hormonausschüttung. Studien zur Wirksamkeit des Verfahrens kamen jedoch bisher zu widersprüchlichen Ergebnissen und die Effizienz ist bis heute noch nicht wissenschaftlich belegt.

 

Entspannungs- und Atemtechniken

Entspannungs- und Atemtechniken haben nachweislich einen guten Einfluss auf die Asthma-Erkrankung und die Kosten für die Kurse werden daher oftmals von den Krankenkassen übernommen. Die Atemtechniken zielen meistens auf eine höhere Luftzufuhr ab, die durch konzentriertes Atmen erreicht wird. Mit den verschiedenen körperlichen Übungen können das Immunsystem gestärkt, die Lungenfunktion verbessert und die Risikoschwelle für einen Asthmaanfall gesenkt werden. Asthma-Patienten können auch lernen, bei einem Asthmaanfall eine möglichst ruhige Atmung beizubehalten. Zu Atemtechniken zählen auch ein effektives Abhusten von Schleim sowie das richtige Inhalieren.