Symptome von Asthma

Häufig verwechseln Patienten vor allem anfangs die Symptome von Asthma mit einem Husten oder einer Erkältung. Die ersten Anzeichen sind oftmals nämlich nur gering ausgeprägt und die Diagnose wird somit erst nach einem akuten Asthmaanfall gestellt.

Betroffene sollten allerdings schon bei den ersten typischen Asthma-Symptomen einen Arzt aufsuchen und sich umfassend untersuchen lassen, da ein Asthmaanfall auch lebensbedrohlich sein kann, wenn er nicht ausreichend behandelt wird. Der sogenannte Status Asthmaticus zieht sich über Stunden bis Tage hinweg und bedarf einer intensivmedizinischen Betreuung.

Symptome

Typische Asthma-Symptome

Die Symptome von extrinsischem und intrinsischem Asthma, also allergischem und nicht-allergischem Asthma, ähneln sich sehr, allerdings sind die Ursachen unterschiedlich. Atemnot, Husten und ein Engegefühl in der Brust zählen zu den häufigsten und typischen Symptomen von Asthma bronchiale. Auch Pfeifgeräusche beim Atmen und Atemschwierigkeiten bei körperlicher Belastung sind charakteristisch. Bei diesen Anzeichen sollte schleunigst der Hausarzt oder ein Lungenfacharzt (Pneumologe) aufgesucht werden.

Generell können folgende Symptome auftreten:

  • – Kurzatmigkeit und Atemnot (oftmals anfallsweise)
  • – Zischende und pfeifende Geräusche beim Atmen (Giemen)
  • – Hustenanfälle (besonders nachts)
  • – Auswurf von zäh-glasigem Schleim
  • – Ein Engegefühl in der Brust
  • – Die Dauer der Ausatmung ist verlängert

Diese Anzeichen können entweder einzeln oder gemeinsam auftreten. Ihre Intensität und Häufigkeit hängt vom Schweregrad der Asthma-Erkrankung ab. Die Symptome sind oft nachts stärker und bleiben manchmal wochen- und monatelang aus. Asthmatiker sind außerdem häufig gegenüber Kälte, Hitze, Dämpfen, Benzin, Sprays, Zigarettenrauch und Staub empfindlich. Die Beschwerden können zudem bei körperlicher oder seelischer Belastung auftreten. Auch Personen, die immer wieder oder lange andauernd unter Husten leiden, sollten sich von einem Arzt untersuchen lassen.

Bei intrinsischem (nicht-allergischem) Asthma leiden die Patienten häufig auch an Polypen in der Nase und / oder einer Nasennebenhöhlenentzündung. Bei extrinsischem (allergischem) Asthma treten die Symptome beim Kontakt mit einem bestimmten Reizstoff auf.


 

Symptome nach Schweregrad

 

Asthma der Stufe 1intermittierend

Der Patient leidet höchstens einmal die Woche an Atemnot sowie zweimal im Monat an nächtlicher Atemnot. Beschwerden wie Hustenreiz und Atemschwierigkeiten treten mit Unterbrechungen wiederkehrend auf.

 

Asthma der Stufe 2geringgradig persistierend

Hustenreiz und Atemnot treten tagsüber maximal einmal wöchentlich und nachts dreimal monatlich auf. Die Symptome sind geringgradig andauernd und die körperliche Aktivität ist beeinträchtigt.

 

Asthma der Stufe 3mittelgradig persistierend

Die körperliche Aktivität ist beeinträchtigt und die Symptome verschlimmern sich beim Schlafen. Trotz regelmäßiger Medikation treten die Beschwerden jeden Tag und auch einmal die Woche nachts auf. Vor allem morgens ist die Lungenfunktion eingeschränkt und es kommt häufig zu Atemnot oder Hustenanfällen.

 

Asthma der Stufe 4schwergradig persistierend

Trotz einer regelmäßigen Einnahme von Medikamenten treten die Symptome täglich und häufig auch nachts auf. Die Beschwerden verschlimmern sich nachts und die körperliche Aktivität ist beeinträchtigt. Die Lungenfunktion ist häufig eingeschränkt und es kommt täglich zu Hustenanfällen und des Öfteren auch zu Anfällen in der Nacht.


 

Symptome vor dem Asthmaanfall

Ein Asthmaanfall beginnt fast immer mit einem trockenen Husten und dem typischen Engegefühl in der Brust. Anschließend kommt es zu einer Kurzatmigkeit oder zu Luftnot. Die Atmung ist pfeifend und rasselnd. Durch eine Verkrampfung der Bronchialmuskulatur und eine vermehrte Sekretion von Schleim kann die verbrauchte Luft nur schwer ausgeatmet werden und in der Lunge befindet sich nicht mehr ausreichender Platz für frische Luft. Daher fällt dem Asthmatiker das Aus- und Einatmen schwer. Folglich kommt es zur Atemnot und eventuell zu einem Asthmaanfall.

 

Symptome bei einem Asthmaanfall

Beim Asthmaanfall treten ebenfalls Husten, Atemnot und eine pfeifende Atmung auf, allerdings sind die Beschwerden intensiver. Außerdem kommt es zu einer schnappenden Atmung, Herzjagen, bläulich gefärbter Haut und einem aufgeblähten Brustkorb mit hochgezogenen Schultern. Der Betroffene empfindet Angst, Rastlosigkeit und Verwirrtheit sowie Erschöpfung bis hin zu einer Sprechunfähigkeit. Auch Rückenschmerzen können auftreten. Die Wirkung lässt bei der Einnahme einer entsprechenden Notfallmedikation nach.

 

Symptome bei einem schweren Asthmaanfall

Im Gegensatz zum leichten Asthmaanfall kann der schwere Anfall nicht mit der Notfallmedikation abgeschwächt bzw. verhindert werden. Der Zustand kann sich dadurch sogar verschlimmern und es kann zu einem sogenannten Status Asthmaticus kommen, einem lang anhaltenden, schweren Anfall, der sogar die Funktion des Herzens stören kann und somit lebensgefährlich ist.

Bei einem schweren Asthmaanfall kommt es zu schwerer Atemnot und zu einer starken Sprechstörung. Statt des pfeifenden Atmens sind keine Atemgeräusche vernehmbar und die Bronchien verkrampfen sich. Die Lippen und Nagelbetten verfärben sich aufgrund des Sauerstoffmangels blau und es kommt auch zu Bewusstseinsstörungen. Mit über 25 Atemzügen die Minute ist die Atmung oberflächlich und schnell.

Wenn solche Symptome auftreten, sollte umgehend der örtliche Rettungsdienst gerufen werden.

 

Die Symptome von Asthma Cardiale

Bei Asthma Cardiale treten asthmaähnliche Symptome auf. Diese werden allerdings durch eine Mitralstenose oder eine fortgeschrittene Linksherzinsuffizienz hervorgerufen. Dabei kommt es oftmals zu nächtlichem Husten und Atemnot. Durch eine umfassende Untersuchung und einen Lungenbelastungstest kann abgeklärt werden, ob es sich bei den Beschwerden um Asthma handelt.